Gitarrist gewinnt den MKZ Förderpreis Klassik 2016

MKZ-Förderpreis 2016

[ Quelle: http://zueriost.ch/ ]
[ Bildquelle: http://www.lokalinfo.ch ]

Ron Atiqi aus Winterthur ist Preisträger des diesjährigen MKZ-Förderpreises Klassik der Stadt Zürich. Der 17-jährige Gitarrist setzte sich in einem hochstehenden Finalwettbewerb und im Beisein von Stadtrat Gerold Lauber gegen drei Geigerinnen und einen Geiger durch. Das berichtet das Konservatorium Zürich in seiner Medienmitteilung.

Andrea Raschèr, Präsident der Förderstiftung MKZ, begründete den Jury-Entscheid mit der künstlerischen Überzeugungskraft des jungen Gitarrentalents. Ron Atiqi ist Schüler im Förderprogramm MKZ und wird von Jens Stibal unterrichtet.

3000 Franken für den Winterthurer

Stadtrat Gerold Lauber gratulierte allen Nachwuchsmusikerinnen und -musikern im Finale zu ihrer Leistung und ermutigte sie, neben der musikalischen Karriere auch die schulische Bildung zu pflegen, um später als komplette Künstlerpersönlichkeiten zu überzeugen.

Der mit 3000 Franken dotierte Förderpreis der Stadt Zürich wird für eine herausragende künstlerische Leistung vergeben und ist an einen musikalischen Verwendungszweck gebunden. (dvw)

 

Veranstaltungsplakat MKZ-Förderpreis Klassik 2016

[ Bildquelle: www.stadt-zuerich.ch/mkz ]

Weiterlesen

Die Kommunale Musikschule – Am Scheideweg zwischen Pädagogik und Kommerz +++ Memorandum +++ Wilhelm Albert Makus

Eine Schrift von Wilhelm Albert Makus als Diskussionsgrundlage für alle Interessierten.

-> memorandum_2012_ms.pdf

Auszug:

[…]

Vorwort

Streicher- und Bläserklassen an Gymnasien und Gesamtschulen, das Grundschulprojekt JeKi („Jedem
Kind ein Instrument“) und ähnliche Unterrichtsformen sorgen für einen höheren Bedarf an Lehrkräften,
verschaffen manchen arbeitslosen Instrumentalpädagogen einen neuen Job und manchen teilzeitbeschäftigten eine Aufstockung ihrer Verträge – meist zwar nur in geringem Umfang, zeitlich befristet und projektgebunden; aber immerhin: viele Lehrkräfte profitieren kurzfristig von der neuen „Welle“. Es ist daher keine leichte Entscheidung für einen Musikschullehrer und aktiven Gewerkschafter, einen Text zu publizieren, der die neuen Unterrichtsformen und die damit verbundenen Geschäftspraktiken fundamental in Frage stellt.

Ich sehe jedoch die Pflicht, über den Tag hinauszublicken. Dabei komme ich zu dem Ergebnis, dass die
langfristigen Nachteile und Risiken der aktuellen Tendenzen sehr viel schwerer wiegen als die kurzfristigen Vorteile. Wenn die aktuelle Entwicklung sich ungebremst fortsetzt, dann bedeutet das:

  • einen schleichenden Konturverlust der Kommunalen Musikschule als öffentliche Fachschule und
    ihre Reduktion auf eine Vermittlungszentrale für Instrumentalpädagogen an allgemein bildenden
    Schulen;
  • eine Verdrängung gesicherter Arbeitsplätze durch ungesicherte und prekäre;
  • eine Angleichung an Geschäftspraktiken profitorientierter kommerzieller Musikschulen und damit die politische Gefährdung öffentlicher Trägerschaft;
  • einen massiven pädagogischen und künstlerischen Qualitätsverlust insbesondere im Bereich des
    Anfängerunterrichts und damit langfristig die soziale Abwertung musikpädagogischer Arbeit.

Die Aufrechterhaltung bisheriger Qualitätsmerkmale kommunaler Musikschulen und die gegenwärtig sich abzeichnende Dominanz wirtschaftlicher Ziele schließen einander aus.

Alle Beteiligten mit Ausnahme von Industrie und Handel haben daher langfristig ein gemeinsames Interesse, die Kommerzialisierung der Musikschulen zu verhindern.

Zentrale bildungspolitische Forderungen sind: die Kommunale Musikschule als eigenständige Institution zu erhalten und das öffentliche Bildungswesen grundsätzlich dem Zugriff des Kommerz zu entziehen.

Es sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass „profitorientiert“ und „kommerziell“ nicht gleichzusetzen ist mit „privat“. Es gibt hervorragend geführte Musikschulen in privater Trägerschaft mit seriösem Unterrichtsbetrieb und tarifgemäßer Bezahlung der Lehrkräfte.

Diese Schrift, deren Ursprungsfassung im Jahre 2003 entstand, wurde mehrmals aktualisiert und wendet sich an alle, die im weitesten Sinne mit der kommunalen Musikschule zu tun haben: in erster Linie an Schüler-Eltern, jedoch auch an ältere Schüler, Schulleitungen, Lehrkräfte, Verwaltungen, Fördervereine, Musikschul-Beiräte, Gewerkschaften, Kirchengemeinden und – last not least – an Politiker in Landesparlamenten, Räten und Kulturausschüssen, die über Existenz und Struktur von Musikschulen zu entscheiden haben.

Die Darstellungen beziehen sich nicht auf einzelne Musikschulen, sondern sind der Extrakt eigener Erfahrungen und Berichte, die mich in den vergangenen Jahren aus Musikschulen in NRW erreichten. Obwohl sich ein Teil des Textes auf die spezielle Musikschul-Landschaft in NRW bezieht, dürften die meisten Kapitel, insbesondere dasjenige über pädagogische Aspekte, von allgemeinem Interesse sein.
Bis auf wenige Ausnahmen werden keine Namen von Personen und Kommunen genannt.
Die Schrift versteht sich nicht als wissenschaftliche Arbeit, sondern als Erfahrungsbericht aus der Praxis, persönliche Reflexion und Denkanstoß.

Für die bisweilen ausführliche Erläuterung ‚trivialer’ pädagogischer und musikalischer Details bitte ich
Experten um Geduld und Nachsicht; sie waren erforderlich, um den Text auch für Nicht-Pädagogen und
Nicht-Musiker verständlich zu machen.

„Eiligen“ Lesern sei empfohlen, aus dem bewusst ausführlich gestalteten Inhaltsverzeichnis zu selektieren oder zuerst die Kapitel 1 („Präludium“), 3.1. („Plädoyer für den Einzelunterricht“) 5.(„Quo vadis?“) und 6 („Zentrale Thesen und Forderungen“) zu lesen.

Bei allen Freunden und Kollegen, die mit Anregung und Kritik die Arbeit begleiteten, bedanke ich mich
sehr herzlich.

Wilhelm Albert Makus

Bochum, 22.02.2012

[…]

[…]

Weiterlesen

Instrument ohne Lobby – Das Image der Gitarre als Kulturinstrument steht auf dem Spiel

Die Gitarre erfreut sich immer grö­ßerer Beliebtheit, die Wartelisten an Musikschulen werden immer länger, aber Festanstellungen an Musik- und Musikhochschulen fallen immer häufiger dem Rotstift zum Opfer – ein Instrument zwischen Anspruch und Wirklichkeit.

Ein Aufsatz von

Dieter Kreidler

erschienen in: üben & musizieren 3/2013, Seite 51

Artikel als pdf

 

Weiterlesen

Gitarre wird Instrument des Jahres 2013

Pressemitteilung des Projekts „Instrument des Jahres“ des Landesmusikrats Schleswig-Holstein.

Gitarre wird Instrument des Jahres 2013

10.01.2013

Auf der heutigen Pressekonferenz im Kieler Landeshaus kürt der Landesmusikrat die Gitarre zum Instrument des Jahres.

Bei der Wahl zum Instrument des Jahres 2013 überzeugte dieses Mal ein Zupfinstrument. Nach der Posaune und dem Fagott stellt der Landesmusikrat Schleswig-Holstein die Gitarre in den Mittelpunkt seiner Aktivitäten. Professor Dieter Kreidler wurde ihr Schirmherr – er gilt als der profilierteste deutsche Gitarrenpädagoge.

Ziel aller Aktivitäten des Gitarrenjahres ist die Vernetzung verschiedener Interessengruppen der Musikszene in einem gemeinsamen Projekt. Wesentliche Impulse gehen dabei von den Mitgliedsverbänden des Landesmusikrates aus – seien es die European Guitar Teacher Association (EGTA) mit ihrem Landesverband Nord oder die Musikschulen.

So werden auch zwei der diesjährigen Highlights in direkter Verantwortung der Gitarrenszene …

Weiterlesen